Eröffnung 
Pan und Plan 
Monika Baer und Jochen Klein 

Wie zärtlich, zerbrechlich oder gewalttätig die Vorstellung vom Körper sein kann, erleben wir täglich über die eigene physische Wahrnehmung, sowie durch die Wahrnehmung medialer Darstellungen und Repräsentationen des Körpers. Arbeiten von Monika Baer und Jochen Klein in einer Ausstellung zu zeigen ist ein Versuch, Körper und Malerei in einer Weise zusammen zu denken, die über die subjektive Wahrnehmung hinausgeht, ohne das Individuum dabei zu verleugnen.

In seinem Buch ‚Die leibhaftige Malerei’ unterscheidet Georges Didi Huberman pan und plan, und beschreibt damit die unterschiedlichen Bedeutungsebenen der Fläche. Mit plan ist die Fläche, die Ebene, das Einige und Klare gemeint, während er mit pan das Stück Fläche, den Zipfel oder das Bruchstück bezeichnet.

Die Ausstellung ‚Pan und Plan’ in der Galerie der Stadt Schwaz setzt sich mit der Frage nach dem Verhältnis von Fläche und Flächenstück, von Bildeinheit und Fragment in der Malerei von Monika Baer und Jochen Klein auseinander, und versucht Malerei als Strategie für ein kritisches Sehen und Denken produktiv zu machen.