Schwazer Kulturmeile 
Tag der offenen Museumstür 

Im Rahmen der Schwazer Kulturmeile sind Eva Maria Stadler, die Kuratorin und Leiterin der Galerie der Stadt Schwaz und der Künstler Johannes Porsch von 11-17 Uhr durchgehend anwesend und führen durch die Ausstellung.

13 Uhr Vortrag der Sprachwissenschaftlerin Heidi Schleich
In ihrem Vortrag "Die jenische Sprache – eine Sprache im Verborgenen" wird Heidi Schleich einige Aspekte dieser in ganz Europa verbreiteten, doch praktisch unbemerkten Sprache beleuchten.
Jenisch ist die Sprache einer nicht sesshaften Bevölkerung, die bis Anfang der 1970er Jahre in Tirol als fahrendes Volk lebte, den Roma und Sinti in vielem ähnlich, jedoch in vielem auch anders. In Tirol wurden diese Menschen abwertend als Karrner, Lahninger oder Dörcher bezeichnet. Die Volksgruppe verfügt(e) über eine eigenständige Kultur und Sprache. Massive Diskriminierung und Verfolgung haben diese Kulturgüter beinahe verdrängt.

Um 15 Uhr findet ein spezielles Kinderprogramm statt, das sich mit Geheimsprachen und Sprachgeheimnissen
beschäftigt.

Die Ausstellung "Unter den Schwarzen", die der Schwazer Künstler Johannes Porsch gemeinsam mit Tanja Widmann für die Galerie der Stadt Schwaz konzipiert hat, beschäftigt sich mit den Vorstellungen vom Künstlersein. Was macht einen Künstler aus, nach welchen Regeln funktioniert die Kunst, bzw. agiert der Künstler? Wie konstituiert sich das Künstlersubkjekt und welche Konventionen und Formen der Macht sind mit diesen Fragen verknüpft. Die Idee des Titels der Ausstellung, schlüssiger Weise selbst ein Spiel der Worte, basiert auf dem Text „Parmi les Noirs“ (Unter den Schwarzen), der sich auf den französischen Schriftsteller Raymond Roussel (1877-1933) bezieht, dessen spezifische Schreibtechnik sich durch Bilderrätsel, Wortspiele und Klangassoziationen auszeichnet. Die Industrialisierung der Sprache, bzw. ihre Warenförmigkeit gab für die Künstler/inen der Avantgarde den Ausschlag Strategien des Unterwanderns, der Subversion zu entwickeln mit denen sie sich den Tücken der Repräsentation widersetzten.