Stefan Sandner 

11.11. – 11.2.2018
Welche Art von Malerei entspricht unserer Zeit? Unserer Sehnsucht nach „kreativer“ Verflüssigung aller Zusammenhänge? Was berührt uns in dieser Zeit der Formlosigkeit? Welche Bilder könnten sie „einfangen“?

Stefan Sandner setzt an mehreren Hebeln an, wenn er sich mit der Malerei und ihrer Geschichte auseinandersetzt. In Form von Gekritzel, Notizen, einem Spiel mit den Codes von Pinselstrich, Farbauftrag und Leinwandform sowie in gestischen Kürzeln verhandeln seine Bilder wesentliche Pathosformeln der Malereigeschichte. Gerade in der „Königsdisziplin“ der Malerei tauchen Kategorien wie Autorschaft, Subjektivierung, Expression, Repräsentation sowohl in einem vormodernen wie auch in einem reflexiven Zugang immer wieder auf. Im Sinne der Moderne und ihrer nachfolgenden Diskurse operiert Sandner mit Fragen zur Analyse der eigenen Funktion. Die sogenannten Gegner eines selbstkritischen Blicks auf die Kunst entpuppen sich dabei als hartnäckige Widersacher, die kaum zu Boden gerungen, wieder aufstehen und erneut mit Aura aufgeladen werden. Im Sinne eines „Die harder“ gibt es so immer genug Stoff für weitere Reflexionen, Kampfszenen und Meta-Malereien, die das „sich-selbst-problematisch-werden“ der ästhetischen Grundbegriffe weiterführen.

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